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Beereneibe - Taxus baccata
Die Eibe - Taxus baccata - gehört zur Familie der Eibengewächse (Taxaceae). Es ist ein zweihäusiger bis zu 15 m hoch wachsender Baum oder Strauch. Zu finden ist die Eibe häufig in Gärten, Grünanlagen oder auf Friedhöfen als Zierpflanze, kommt aber gelegentlich auch wild vor. Nach der Blütezeit von März bis April (Blüten sind sehr unscheinbar) bilden sich kleine harte Samen, die von einem rotfleischigen bereiften Samenmantel umgeben sind. Die Giftigkeit der Beereneibe war schon bei den alten Griechen bekannt und wurde dort durch die Ärzte des Dioscurides beschrieben. Man benutzte sie als Kampf- und Pfeilgift. Die Giftstoffe der Pflanze sind vorwiegend in den Nadeln und den harten, schwarzbraunen Samen enthalten. Der rote fleischige Samenmantel ist ungiftig. Nach Aufnahme der Beeren kommt es (bedingt durch die giftigen Samen) zu Erbrechen, Durchfall, Verlangsamung von Herztätigkeit und Atmung und in schweren Fällen zum Tod durch Atemlähmung. Charakteristisch ist die Nierenschädigung, die, falls man die Vergiftung überlebt, in den meisten Fällen ein Leben lang bestehen bleibt. Verursacht werden die Wirkungen durch das Alkaloid Taxin. Der einerseits so giftige Stoff stand in den letzten Jahren im Mittelpunkt der Forschung. Man stellte aufgrund seiner Struktur fest, daß er eine zerstörende Wirkung auf Krebszellen besitzt. Er wird heute bei Eileiter- bzw. Eierstockkrebs eingesetzt. Durch einige Abwandlungen am Molekül des Taxins, so hofft man, könnte eine Anwendung auf breiterer Basis erfolgen. In der Homöopathie (in hoher Verdünnung) wird außerdem die Eibe bei pustulösem Hautausschlag, Nachtschweiß, Gicht und Rheuma angewandt.


