Diabetes - eine alte Krankheit

Foto: Isaac Yonemoto

Der Diabetes mellitus ist als Krankheit bereits vor ca. 4000 Jahren in Ägypten beschrieben worden. Die nähere Erforschung erfolgte im 19., vor allem im 20. Jahrhundert. Ein entscheidender Wendepunkt in der Diabetesgeschichte ist die Einführung des Insulins in die Therapie im Jahre 1923. Aus der Vorinsulin-Ära sind noch manche "naturheilkundlichen" Behandlungsversuche tradiert, wie sie u.a. bei Heilpraktikern immer wieder auftauchen. Diese Dinge - z.B. Diabetikertees, Sauerkrautsaft, Süßkartoffelschnaps und ähnliche - sind samt und sonders leider wirkungslos. Einzige positive Ausnahme: Zimt senkt lt. einer pakistanischen Studie aus dem Jahr 2003 (neuere europäische Studien erbrachten bisher nur widersprüchliche Resultate) den Blutzuckerspiegel. Die Wirkungsweise ist noch nicht ganz genau geklärt. Vermutlich wirkt ein wasserlöslicher Pflanzeninhaltsstoff ähnlich wie Insulin und verbessert die Aufnahme von Zucker in die Zellen. In den Studien wurden Mengen von bis zu 3g Zimt pro Tag verabreicht. Der positive Effekt auf den Zuckerspiegel zeigte sich schon ab 1g pro Tag. Doch auch bei vermeintlich harmlosen Gewürzen muss mit Nebenwirkungen gerechnet werden. Zimt enthält wie viele andere Pflanzen auch Cumarine, die Leberschäden und im Tierexperiment auch Tumore verursachen können. Aus diesem Grund können Zimtkapseln o.ä. leider auch nicht bedenkenlos empfohlen werden, zumal bei diesen meist als Nahrungsergänzungsmittel vertriebenen Präparaten oft nicht klar ist ob Ceylon-Zimt oder der stark Cumarin-haltige Cassia-Zimt verwendet wurde. Derzeit gibt es in Deutschland nur zwei als Arzneimittel zugelassene Präparate. Eine mögliche gesundheitliche Gefahr ist hier geringer aber trotzdem nur schwer abschätzbar. Mehr zu diesem Thema finden Sie auf den Seiten des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).

Der Diabetes mellitus ist eine angeborene oder erworbene Stoffwechselkrankheit, die bedingt ist durch einen absoluten oder relativen Insulinmangel und mit erhöhten Blutzuckerwerten und - teilweise - Harnzuckerausscheidung einhergeht. Daher auch der Name - Diabetes mellitus, der "honigschmeckender Durchlauf" bedeutet.

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Die Symptome - so zeigt sich Diabetes

  • häufiges und starkes Durstgefühl
  • Gewichtsabnahme
  • vermehrtes Wasserlassen
  • Wadenkrämpfe
  • Sehstörungen
  • schlechte Wundheilung

Bei Kindern zeigt sich Diabetes häufig auch durch:

Achten Sie auf Körpersignale

bei Überzuckerung:

bei Unterzuckerung:

    • Mattigkeit
    • Appetitlosigkeit
    • starker Durst
    • Juckreiz

Messen Sie schnellstens den Blutzuckerwert
und rufen Sie ggf. den Arzt!

    • plötzliche Schwäche
    • Unruhe
    • Heißhunger
    • erhöhte Reizbarkeit

Halten Sie Traubenzucker bereit!