Blutfette - Cholesterol

Im menschlichen Organismus sind etwa 160 g Cholesterin enthalten, von denen sich ca. 5% (= 8 g) im Blut befinden. Cholesterin hat verschiedene wichtige physiologische Aufgaben. Es ist am Aufbau der Zellmembranen beteiligt, es ist Ausgangssubstanz für die Synthese der Steroidhormone und der Gallensäuren, und es dient der Synthese von Vitamin D. Cholesterin ist kein essentieller Stoff, sondern kann im gesamten Körper, vorwiegend aber in der Darmwand oder in der Leber gebildet werden. Täglich werden so etwa 1 bis 1,5 g synthetisiert. Zusätzlich werden mit der Nahrung noch 0,2 - 0,8 g aufgenommen. Drosselt man die Cholesterinzufuhr, geht der Körper vermehrt zur Eigensynthese über. Erhöht man die Cholesterinzufuhr, dann wird die Substanz aber nicht vermehrt ausgeschieden, sondern lagert sich im Körper ab. Dies ist besonders problematisch, da ein erhöhter Serumcholesterinspiegel einen Risikofaktor erster Ordnung für das Entstehen von Herz- und Gefäßkrankheiten, die oft als Herzinfarkt oder Gehirnschlag enden, darstellt.
Besonders kritisch wird es, wenn auch noch andere Risikofaktoren hinzukommen wie:

  • Bluthochdruck
  • Zigarettenrauchen
  • Übergewicht
  • Diabetes
  • Gicht
  • Stress


Blutfettwerte - in diesem Bereich sollten sie liegen

    

OHNE weitere Risikofaktoren

    

WEITERE Risikofaktoren vorhanden
(beim Diabetiker automatisch!)

LDL-Cholesterin

< 155 mg / dl

< 135 mg / dl

Gesamt-Cholesterin

< 200 - 215 mg / dl

< 200 mg /dl

Triglyceride

< 200 mg / dl

< 200 mg / dl

 

Einen erhöhten Cholesterinspiegel können Sie senken bzw. ein weiteres Ansteigen verhindern durch:

  • Normalisierung des Körpergewichtes
  • Drosselung der Fettzufuhr
  • Ersatz tierischer Fette durch pflanzliche Fette mit hohem Gehalt an essentiellen Fettsäuren
    Das bedeutet weitgehender Verzicht auf Eier, Fleisch und Wurst! Die in pflanzlichen Fetten enthaltenen Phytosterole hemmen die Cholesterolaufnahme und die essentiellen Fettsäuren fördern die Cholesterolausscheidung über die Galle.
  • ein bis zweimal wöchentlich große Portionen Seefisch (Hering, Makrele, Lachs, Thunfisch, Sardine u.a.) essen.
    Den in Fischölen vorkommenden Omega-3-Fettsäuren werden positive Wirkungen auf den Verlauf von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zugeschrieben, u.a. auch die Senkung des Cholesterin- und Triglyceridspiegels. Für alle, die keinen Fisch essen, gibt es entsprechende Präparate in Ihrer Apotheke.
  • Falls dies alles nichts hilft, kann Ihnen Ihr Arzt auch einen Lipidsenker verordnen.

Einheitenumrechnung bei Blutfettwerten

Wie auch bei den Einheiten für den Blutzuckerspiegel so gibt es auch bei den Blutfettwerten Unterschiede zwischen den östlichen und den westlichen Bundesländern. In Ostdeutschland wird überwiegend die SI-konforme Einheit mmol/l verwendet, in Westdeutschland haupsächlich das traditionelle mg/dl. Aber mit den richtigen Umrechnungsfaktoren ist das alles kein Problem.

  • Umrechnungsfaktor für Cholestin (HDL, LDL, VLDL, Gesamt)
    1 mmol/l = 38,67 mg/dl
    1 mg/dl = 0,02586 mmol/l
  • Umrechnungsfaktor für Triglyceride
    1 mmol/l = 88,57 mg/dl
    1 mg/dl = 0,013mmol/l

Umrechnung mg/dl <--> mmol/l

Geben Sie einfach die Werte in das entsprechende Feld ein, die Umrechnung erfolgt automatisch.
Bitte schreiben Sie Punkt statt Komma.

Cholesterin Triglyceride