Blutzuckerspiegel

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- Hyperglycämie - zu hoher Blutzuckerspiegel
- Hypoglycämie - zu niedriger Blutzuckerspiegel
Mehrmalige eindeutig erhöhte Blutzuckerspiegel im Blut sind das wichtigste laborchemische Zeichen zum Erkennen eines Diabetes mellitus. Eine Regelmäßige Blutzuckerbestimmungen durch den Patienten selbst mit Hilfe von Teststreifen dienen der Therapiekontrolle dieser Stoffwechselerkrankung. Ein weiteres charakteristisches Zeichen ist die Ausscheidung von Glucose im Urin. Es kann allerdings auch vorkommen, dass ein Diabetes vorliegt, ohne das Glucose mit dem Urin ausgeschieden wird. Dies ist dann der Fall, wenn die Blutzuckerkonzentration die sogenannte Nierenschwelle nicht erreicht ab der erst eine Ausscheidung erfolgt. Haben Sie deshalb den Verdacht, dass Sie an Diabetes leiden, hilft nur ein Blutzuckertest, um Klarheit zu schaffen.
Wichtig:
Der Nüchternblutzucker ist in der Regel für die Feststellung einer Diabetes (vor allem im Anfangsstadium) relativ wenig aussagekräftig. Auffällig ist hingegen, dass der Blutzucker bei Diabetikern nach den Mahlzeiten viel deutlicher ansteigt als bei Gesunden; die Ausgangswerte werden entweder mit erheblicher zeitlicher Verzögerung oder gar nicht mehr erreicht. Liegt der Nüchternblutzucker unter 6,7 mmol/l bzw. 120 mg/dl und der Wert nach dem Frühstück über 7,7 mmol/l bzw. 140 mg/dl, so sollte beim Arzt ein "Zuckerbelastungstest" (oraler Glucosetoleranztest) zur Klärung durchgeführt werden.
Auch wichtig: Die Blutzuckerwerte sind im Kapillarblut aus der Fingerbeere höher als im Venenblut. Dadurch sind selbst gemessene Werte mit Teststreifen und die Laboruntersuchung vom Arzt nicht direkt miteinander vergleichbar.
Der Diabetes mellitus wird nach der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vereinfacht in drei Untergruppen eingeteilt:
1. Diabetes mellitusTyp 1 - Insulinabhängig
- 10 Prozent der Diabetiker
- Ursache ist ein absoluter Mangel an Insulin, hervorgerufen entweder durch eine Störung im Abwehrsystem des Körpers und/oder durch Viren.
2. Diabetes mellitusTyp 2 - Insulinunabhängig
- ohne Übergewicht (8 Prozent der Diabetiker)
- mit Übergewicht (80 Prozent der Diabetiker)
- Ursache ist eine Störung der Insulinwirkung an den Zellen; diese "Insulin-Unempfindlichkeit" der Zellen wird durch Übergewicht gefördert.
3. Diabetes mellitus bei oder durch andere Erkrankungen:
- der Bauchspeicheldrüse (erst wenn 90% des Organs zerstört ist
- hormonell bedingte Erkrankungen
- durch Medikamente (Kortison, "Pille", Diuretika, Schilddrüsenhormon-Präparate, Medikamente mit Wirkung auf das Zentralnervensystem)
- erbliche Veranlagung (bei genetischer Veranlagung führt Übergewicht zur "Insulin-Überempfindlichkeit")
- Schwangerschaftsdiabetes
(Bei schon vorhandenem Diabetes Umstellung von oralen Medikamenten auf Insulin und äußerst strenge (!) Blutzuckereinstellung bereits bei Kinderwunsch.)
Eine dauerhaft gute Stoffwechseleinstellung mit möglichst normalen Blutzuckerwerten ist das Ziel der Diabetes-Therapie und nach heutigem Wissensstand die wichtigste Voraussetzung dafür, das Risiko für diabetesspezifische Komplikationen zu vermindern (u.a. Arterienverkalkung, Nierenversagen, Augenveränderungen, Nervenstörungen). Gut eingestellt mit Diät, oralen Medikamenten (Antidiabetika) oder Insulin ist ein Diabetiker, wenn er nach dem Stich in die Fingerbeere (= Kapillarblut) folgende Blutzuckerwerte misst.
Nüchternglucose bei Gesunden: | Nüchternglucose bei Diabetes: | Eine Stunde nach dem Essen bei Diabetes: | |
Kappillarblut | 55 - 100 mg/dl | unter 120 mg/dl | unter 200 mg/dl |
Venenblut | 55 - 100 mg/dl | unter 120 mg/dl | unter 180 mg/dl |
Einen Umrechner für die verschiedenen Einheiten der Blutzuckerkonzentration finden Sie auf dieser Seite.
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