Hypoglycämie (Unterzuckerung)
SCHNELLER VERLAUF MIT SICH VERSTÄRKENDEN SYMPTOMEN
Von einer Hypoglycämie bzw. Unterzuckerung spricht man, wenn der Blutzuckerspiegel unter einen Wert von 2,8 mmol/l bzw. 50 mg/dl sinkt. Unbehandelt kann sich daraus eine schwere Hypoglycämie mit Bewusstlosigkeit entwickeln. Um eine Gefahr für sich und andere abzuwenden, sollten Sie daher regelmäßig Ihren Blutzzuckerspiegel kontrollieren und für den Notfall immer Traubenzucker oder Zuckerlösung (gibt es in Praktischen Tuben) dabei haben. Eine Hypoglycämie kann sich sehr rasch entwickeln, sie sollten daher die Gefahrenzeichen genau kennen.
Anzeichen:
- übermäßiges Schwitzen (kalter Schweiß), Ohnmachtsgefühl
- Herzklopfen, Zittern
- Konzentrations- und Sprachstörungen, Sehbeeinträchtigung
- Heißhunger
- Schwierigkeiten aufzuwachen
- Gereiztheit bis hin zur Aggressivität
- Persönlichkeitsveränderungen
Was ist zu tun:
- Ist der Patient in der Lage zu schlucken, geben Sie Ihm Zucker (am besten Traubenzucker), oder zuckerhaltige Nahrung (Honig, Süßigkeiten oder Obst) - keinen Süßstoff.
Fett- und eiweißreiche Lebensmittel sind ungeeignet, da sie den Blutzuckerspiegel nur langsam anheben. - Menge: 1..2 BE = 12..24g Traubenzucker
- Evtl. Glucagon injizieren und einen Arzt rufen
- Nach Möglichkeit sollten Sie den Blutzuckerspiegel weiter kontrollieren und die Werte und den Grund für die Unterzuckerung in ihrem Diabetestagebuch dokumentieren.
Gründe:
- zuviel Insulin gespritzt bzw. zu hohe Dosis des blutzuckersenkenden Medikaments eingenommen
- nicht genug (kohlehydratreiche) Nahrung aufgenommen
- zuviel ungewohnte Bewegung ohne Anpasung der Insulindosis, z.B. Sport, Gartenarbeit, lange Wanderungen im Urlaub,...
- Mahlzeit zu spät eingenommen, dadurch zu großer Spritz-Ess-Abstand

