HbA1c - was ist das?
Die Kontrolle des Blutzuckerspiegels stellt nur eine Momentaufnahme des Blutzuckerverlaufes dar. Man kann damit nicht bestimmen, wie sich der durchschnittliche Blutzuckerwert über einen längeren Zeitraum entwickelt hat. Dieser Durchschnittswert gibt an, ob es dem Diabetiker gelungen ist, seine Stoffwechselstörung mittels Medikamenten oder diätetischen Maßnahmen in den Griff zu bekommen, oder ob während der letzten 2 - 3 Monate Hyperglycämien, d.h. Blutglucosekonzentrationen, die über dem Normwert liegen, aufgetreten sind. Um dies zu ermitteln, wird die Konzentration einer bestimmten Form des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin bestimmt. Es handelt sich dabei um glycosiliertes Hämoglobin, das durch Reaktion mit Glucose (u.a. Zuckern) entsteht. Je höher die Blutglucosekonzentration ist, desto mehr HbA1c entsteht. Diese Reaktion kann nicht umgekehrt werden. Das veränderte Hämoglobin bleibt solange im Blut bis die gealterten roten Blutkörperchen nach ca. 100 Tagen abgebaut werden.
Normbereich | ||
HbA1c beim Gesunden: |
| 5 bis 8 Prozent |
HbA1c beim Diabetiker: |
| unter 10 Prozent |
Wichtig:
Ist das HbA1c um ein Prozent erhöht, lag der Blutzuckerwert in den vorangehenden Monaten durchschnittlich 30 mg/dl (= 1,665 Millimol/l) über dem Normbereich.
HbA1c-Werte, die mehr als drei Prozent über dem Normbereich liegen, entsprechen einem mittlerem Blutzuckerspiegel von über 200 mg/dl ! Es bestehen keine Unterschiede der HbA1c-Werte im Hinblick auf Diabetes-Typ oder Behandlungsstrategie. Beim Diabetiker sollten auf jeden Fall HbA1c-Werte des Gesunden ("Normalisierung") angestrebt werden, denn dann ist auch das Risiko von diabetischen Spätschäden minimiert.

