Malaria - was Sie wissen sollten

- Anopheles gambinae - der Überträger der Malaria
Malaria wird durch Parasiten übertragen, die sich die Anopheles-Mücke als Wirt aussuchen und durch ihren Biss an den Menschen weitergegeben werden. Diese Mücken sind in den meisten subtropischen und tropischen Gebieten beheimatet. Anopheles-Mücken stechen während der Dämmerung morgens und abends und des Nachts. Daher ist zu diesen Tageszeiten besondere Vorsicht geboten. Die Risikogebiete können Sie unten aus der Karte entnehmen.
Symptome der Malaria:
- Fieber
- starker Schüttelfrost
- Kopfschmerzen
- Muskelschmerzen
- Unwohlsein
Frühe Stadien gleichen einer Erkältung oder einem grippalem Infekt. Sollten Sie während oder auch nach der Reise (Ausbruch bis zu einem halben Jahr nach der Infektion möglich!) in oder aus einem Malaria-Risiko-Gebiet mit Fieber erkranken, suchen Sie in jedem Falle einen Arzt auf und informieren ihn über ihren Reiseort. In jedem Fall sollte die Krankheit nicht einfach als Erkältung abgetan werden, sondern Sie sollten sich einem Labortest unterziehen, um Malaria sicher ausschließen zu können.
Durch die Einnahme von Antimalaria-Mitteln und gleichzeitigem Schutz vor den Mückenstichen durch Insektenabwehr-Mittel (Repellents) und Mosquitonetze kann Malaria oft gut kontrolliert werden. Das Malariarisiko hängt ab von der Reiseroute/Reiseziel, der Reisedauer und wo Sie sich während der Dämmerung und des Nachts aufhalten werden.
Beachten Sie, dass der beste Schutz keine Garantie vor der Infektion ist. Bitte merken Sie sich: Malariasymptome können schon nach 6-8 Tagen nach dem Biss bis zu einigen Monaten nach dem Biss auftreten. Beobachten Sie die Symptome und suchen Sie möglichst schnell einen Arzt auf. Malaria kann in den Anfängen sehr gut therapiert werden, eine verspätete Erkennung aber kann ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen. Machen Sie Ihren Arzt darauf aufmerksam.
Malariazonen nach WHO
Die verschiedenen Gefahrenzonen
- Zone A:
In dieser Region existieren entweder keine oder nicht gegen Chloroquin resistente Malariaerreger. Eine Prophylaxe kann daher mit Chloroquin-haltigen Medikamenten durchgeführt werden, die gleichzeitig als Akuttherapeutikum eingesetzt werden können.
- Zone B:
In Gebieten der Zone B kann die Prophylaxe mit Chloroquin versagen, eine Milderung der Symptome bei erfolgter Infektion ist jedoch möglich. Die Prophylaxe sollte deshalb mit einer Kombination von Chloroquin und Proguanil erfolgen. Zur Therapie der Infektion kommen Medikamente mit den Wirkstoffen Halofantrin, Sulfadoxin oder Mefloquin zum Einsatz.
- Zone C:
In den Regionen der Zone C kommen Stämme von Plasmodium falciparum (der Erreger der Malaria) vor, die eine hochgradige Resistenz gegen Chloroquin oder sogar gegen mehrere Wirkstoffe ausgebildet haben. Zur Prophylaxe kommen Medikamente mit Chloroquin und Proguanil oder Mefloquin zum Einsatz. Mefloquin dient gleichzeitig als Notfallmedikament.
Malaria Atlas Project
Das Malaria Atlas Project (MAP) ist ein Forschungsprojekt der Oxford University. Auf den MAP-Internetseiten ist die Entwicklung und Verbreitung der Malaria bis zurück zum Jahr 1980 dokumentiert. Aktuelles Kartenmaterial zu den Risikozonen und aufgetretenen Malariafällen findet sich auf diesen Seiten.
Downloads
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MAP-Daten zur Verbreitung von Plasmodium falciparum zur Anzeige mit GoogleEarth |
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