Arzneimittel und Straßenverkehr (2)
Auf dieser Seite finden Sie eine Liste von Medikamenten, die die Fahrtauglichkeit besonders stark beeinflussen können. Bitte beachten Sie: Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Im Zweifelsfall lesen Sie die Packungsbeilage.
Schlaf- und Beruhigungsmittel
Solange das Mittel wirkt, dürfen Sie nicht ans Steuer. Einige Schlaf- und Beruhigungsmittel können am nächsten Tag noch nachwirken. Dies gilt besonders für ältere Menschen. Nehmen Sie die Mittel deshalb nicht erst spät in der Nacht, wenn Sie nicht mehr schlafen können, sondern unmittelbar, bevor Sie zu Bett gehen. Schmerzmittel Wer starke Schmerzmittel (Opioide) einnimmt, darf überhaupt nicht Auto fahren. Aber auch leichtere Schmerzmittel, die Coffein enthaltne, können das Reaktionsvermögen beeinträchtigen. Wenn ihre Wirkung nachlässt, kann sich plötzliche Müdigkeit einstellen.
Hustenblocker
Hustenmittel (auch rezeptfreie) können die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen. Das gilt besonders in Vebindung mit Alkohol.
Blutdruckmittel
Medikamente, die den Blutdruck senken, können in einigen Fällen die Fahrtüchtigkeit vermindern. Das gilt besonders für den Anfang der Behandlung.
Aufputschmittel / Schlankheitsmittel
Diese Mittel können dazu führen, dass man seine Fähigkeiten überschätzt - das ist im Straßenverkehr ebenfalls riskant. Daher besondere Vorsicht!
Allergie-Mittel
Einige dieser Mittel können die Fahrtüchtigkeit beeinflussen, andere nicht. Lassen Sie sich von uns beraten.
Diabetes-Mittel
Gefahr droht vor allem, wenn die Mittel zu stark wirken und eine Unterzuckerung entsteht. Diabetiker sollten immer eine Notration Kohlenhydrate (z.B. Traubenzucker) dabei haben, bei den ersten Zeichen einer Unterzuckerung die Fahrt unterbrechen und Kohlenhydrate zu sich nehmen.
Mittel gegen Muskelverspannungen
Einige dieser Mittel können müde machen und das Reaktionsvermögen herabsetzen. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Mittel gegen Magengeschwüre
Medikamente, die zur Behandlung von Magen- und Zwölffingerdarm- Geschwüren eingenommen werden, können müde machen und das Reaktionsvermögen beeinträchtigen.
Kortison
Kortison und seine Abkömmlinge können mit der Zeit eine Trübung der Augenlinsen verursachen und so die Sehschärfe vermindern. Daher ist es wichtig, seine Augen regelmäßig untersuchen zu lassen.
Epilepsie-Mittel
Wenn Sie ein Medikament gegen Epilepsie (Krampfanfälle) einnehmen, müssen Sie sich bei Ihrem Arzt informieren, ob Sie Auto fahren dürfen.
Mittel mit Wirkung auf die psychische Verfassung
Viele Mittel, die auf die seelische Verfassung wirken (z.B. Medikamente gegen Depressionen oder Schizophrenie) können die Fahrtüchtigkeit vermindern. Dies gilt besonders für die erste Zeit der Behandlung. Fragen Sie ihren Arzt, ob und wann Sie Auto fahren dürfen.
Mittel gegen Augenerkrankungen und zur Untersuchung der Augen
Augensalben können das Sehvermögen herabsetzen. Einige Augentropfen vermindern das Reaktionsvermögen. Mittel grünen und grauen Star können die Blendempfindlichkeit erhöhen.


