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Was Sie über Sonnenbrand, Hitzschlag & Co. wissen solltenSonnenschutz

Ein Sonnenbrand ist unangenehm, aber die Schmerzen sich meist schnell wieder vergessen. Vergessen? Nicht ganz. Die Haut "erinnert" sich auch nach Jahren noch daran, denn jeder Sonnenbrand hinterlässt bleibende Schäden im Gewebe. Hier erfahren Sie, wie Sie sich schützen können, welche Gefahren in der Sonne sonst noch drohen und was am besten die gereizte Haut beruhigt.

Sonnenbrand vorbeugen

Die beste Hilfe bei Sonnenbrand ist, ihn gar nicht erst zu bekommen. Deshalb kommt der Auswahl des richtigen Sonnenschutzproduktes mit dem richtigen Lichtschutzfaktor eine bedeutende Rolle zu.
Gegen die unerwünschten Effekte der UV-Strahlungen besitzt die Haut zwei Schutzsysteme: die Hornschicht und die Pigmentierung. Beide Mechanismen sind adaptiv, d.h. es kommt bei Belastung zu einem verstärkten Schutzeffekt (Lichtschwiele, Pigmentbildung). Da die hauteigenen Schutzmechanismen v.a. je nach Pigmentierungstyp der Haut variieren, müssen die Schutzmaßnahmen dem jeweiligen Hauttyp angepasst werden. Die Zeit, die sich ein Mensch der Sonnenbestrahlung aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, ist je nach Hauttyp und je nach Strahlungsintensität unterschiedlich. Eine Tabelle zur Ermittlung des richtigen Lichtschutzfaktors finden Sie auf dieser Seite.

Wie lange Sie in der Sonne bleiben können hängt vom Hauttyp und dem Lichtschutzfaktor des verwendeten Präparates ab. Der Lichtschutzfaktor sagt aus, um welchen Faktor die Eigenschutzzeit der Haut verlängert wird, d.h. bis ein Sonnenbrand auftritt. Da aber schon bei 2/3 der Erythemschwelle eine Schädigung der Mechanismen zu Reparatur der DNS entsteht, können Lichtschäden auch ohne Sonnebrand auftreten. Diese lösen nach Jahren, manchmal erst nach Jahrzehnten eine verstärkte Hautalterung aus: "Die bronzene Schönheit von heute ist die vertrocknete Pflaume von morgen."

Wichtig für die Haut ist aber nicht nur der richtige Lichtschutzfaktor. Wir helfen Ihnen auch bei der Auswahl des für Ihren Hauttyp am besten geeigneten Sonnenschutzmittels.


10 Sonnen-Sicherheitstipps

  1. Meiden Sie die Sonne in der Mittagszeit.
  2. Geben Sie der Haut ausreichend Zeit, sich an die Sonne zu gewöhnen. Bleiben Sie in den ersten Tagen lieber im Schatten.
  3. Tragen Sie in der Sonne immer sonnendichte Kleidung und auf jeden Fall eine Kopfbedeckung.
  4. Cremen Sie alle unbedeckten Körperstellen mindestens 30 min vor dem Sonnenbad mit Sonnenschutzmittel ein.
  5. Erneuern sie Ihren Sonnenschutz mehrmals täglich. Achtung: Nachcremen verlängert nicht die Schutzwirkung.
  6. Verwenden Sie beim Baden nur wasserfeste Sonnencreme, und cremen Sie sich nach dem Abtrocknen nochmals ein.
  7. Achten Sie bei Medikamenten einnahme auf Nebenwirkungen in der Sonne.
  8. Verzichten Sie in der Sonne auf Parfüm oder Deo - so vermeiden Sie unschöne Pigmentflecken und Allergien.
  9. Gehen Sie mit Kindern in den ersten Jahren grundsätzlich nicht in die Sonne und später nur in sonnendichter Kleidung und mit hohem Lichtschutzfaktor.
  10.  Bräunen Sie Ihre Haut nicht im Solarium vor. Zuviel UV-Strahlung schadet der Haut (auch im Solarium) und läßt sie schneller altern.

 


Abb. Zwei Frauen beim Sonnenbad

Hilfe bei Sonnenbrand

1. Sofort raus aus der Sonne

Wenn Sie einen Sonnenbrand haben, ist das die wichtigste Regel.
Halten Sie sich möglichst viel drinnen auf, und tragen Sie im Freien Kleidung, die die betroffenen Stellen abdeckt.
Auch im Schatten bekommen Sie noch bis zu 70% der UV-Strahlen ab

2. Kühlung

Wie bei jeder Verbrennung gilt auch hier, kühlen Sie die betroffenen Stellen ausgiebig.
Kaltes Wasser oder feuchte Handtücher lindern die Schmerzen und bremsen die Entzündungsprozesse in der Haut.
Gehen Sie dazu aber nicht im Freien Schwimmen! Ihre Haut bekommt dort die volle UV-Dosis ab.

3. Nehmen sie Schmerzmittel

Dieser Tip dient nicht der Umsatzsteigerung Ihrer Apotheke, sondern hat einen ernsthaften Hintergrund.
Da bei einem Sonnenbrand die Haut entzündet ist, helfen hier auch entzündungshemmende Schmerzmittel wie z.B. Mittel mit Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen.
Auch kühlende Gele (evtl. mit Juckreiz stillenden Stoffen) oder Sprays mit Dexpanthenol verschaffen Linderung. Dexpanthenol hilft dabei der Haut bei der Reparatur und stimuliert die Bildung neuer Hautzellen.

4. Rechtzeitig zum Arzt

Wenn Sie sich außerdem sehr schlecht fühlen, Fieber bekommen oder sich Blasen auf der Haut bilden, müssen Sie einen Arzt aufsuchen. Das gilt auch, wenn der Verdacht auf einen Hitzschlag besteht.

Sonnenstich, Hitzschlag und Hitzeerschöpfung

Sonnenstich

  • (starke) Kopfschmerzen, roter Kopf
  • Haut eher kühl
  • Nackensteife
  • Schwindel, Übelkeit, Erbrechen
     
  • Wichtig! Raus aus der Sonne, Kopf kühlen viel trinken

Hitzeerschöpfung

  • Benommenheit, Schwindel, Kopfschmerzen
  • Kühle, blasse, feuchte Haut, starkes Schwitzen
  • schneller, schwacher Puls, flache Atmung
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Muskelkrämpfe
     
  • Wichtig! Viel trinken, Salzhaltige Getränke (am besten Elektrolytlösung) anbieten, Beine hochlagern

Hitzschlag

  • stechender Kopfschmerz, Körpertemperatur bis über 40°C
  • rote, trockene Haut, kein Schwitzen
  • schneller, starker Puls
  • Bewusstseinsstörungen
  • niedriger Blutdruck
  • Muskelkrämpfe
     
  • Wichtig! Bei Verdacht Notarzt verständigen,
    raus aus der Sonne, viel trinken (salzhaltige Getränke am besten Elektolytlösungen)
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