Stützstrümpfe und Kompressionsstrümpfe

Foto: belsana.de
Abb. Zwei Frauen mit Belsana Kompressionsstrümpfen vor einem Blumenladen

Jede zweite Frau und jeder dritte Mann in Deutschland sind von Venenerkrankungen betroffen, das sind zusammen ca. 5 bis 6 Millionen Menschen in Deutschland! Hauptursache sind neben einer erblichen Vorbelastung zivilisatorische Einflüsse wie Bewegungsmangel, Übergewicht und hohe Schuhe.
Viele der Betroffenen verspüren zunächst Symptome (schwere und müde Beine), die in der Regel als rein kosmetische Probleme verkannt und nicht behandelt werden. Dass unsere Venen täglich Höchstleistungen vollbringen in dem sie für den Rücktransport des Blutes entgegen der Schwerkraft zum Herzen verantwortlich sind, ist den meisten Menschen nicht bewusst. Werden Schädigungen der Venenklappen oder der Venenwände nicht frühzeitig erkannt und behandelt, führt dies zu einer chronischen Veneninsuffizienz (CVI), einer dauerhaft unzureichenden Leistungsfähigkeit des Venensystems. Hauptkomplikationen bei dieser Erkrankung sind Krampfadern und schmerzhafte Venenentzündungen bis hin zu Thrombosen.

Um Beschwerden vorzubeugen und Venenerkrankungen zu verhindern gibt es verschiedene Möglichkeiten. Neben medikamentösen Maßnahmen sind hier vor allen Dingen Stütz- und Kompressionsstrümpfe, die es in 4 verschiedenen Kompressionsklassen gibt, zu nennen. Die Kompressionstherapie ist die effektivste Therapie. Dabei werden die Venen zusammengepresst wodurch die Venenklappen wieder besser schließen. Das Blut kann besser abließen. Außerdem wird durch die erhöhte Rückflussgeschwindigkeit des Blutes das Risiko für Thrombosen gesenkt.

So können Sie vorbeugen:

1. Bewegung - 2. Bewegung - und 3. Bewegung.

Durch regelmäßige Bewegung wird die Wadenmuskelpumpe aktiviert, die für den Blutrückfluss zum Herzen maßgeblich verantwortlich ist. Verschaffen Sie Ihren Beinen deshalb viel Bewegung, z.B. Treppensteigen, Nordic Walking, Schwimmen, Spaziergänge...
Achten sie auf eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen.
Vermeiden sollten Sie übermäßige Wärme, z.B. zu langes Sonnenbaden, zu heißes Badewasser, Saunabesuche ohne Wechselbäder. Dadurch erweitern sich die Gefäße und es kann zu Blutstauungen kommen.
Übergewicht belastet die Beine zusätzlich. Sie sollten es mit einer ausgewogenen Ernährung abbauen.

Ihre Beine werden es Ihnen danken.
Zeigen sich schon erste Symptome (schwere Beine, Besenreiser) empfiehlt sich das Tragen einer Stütz- oder Kompressionsstrumpfhose. Das unterstützt den Blutfluss in den Beinen. Kalte Wassergüsse morgens und abends wirken zusätzlich belebend.

Das richtige Anmessen

Entscheidend für die Wirksamkeit eines medizinischen Kompressionsstrumpfes ist der Druckverlauf am Bein. Er muss stetig von unten nach oben abfallen, um die Muskel-Venenpumpe optimal unterstützen zu können. Damit die Strümpfe richtig passen und durch den richtigen Druckverlauf am Bein auch die gewünschte Wirkung entfalten können ist das korrekte Anmessen die Grundvoraussetzung.
Gemessen wird am unbekleideten Bein, das noch nicht durch Wassereinlagerungen geschwollen sein sollte. Vereinbaren Sie mit uns daher am besten einen Termin morgens.
Die Strümpfe werden dann nach Ihren Maßen für Sie angefertigt. So können auch die kleinsten Abweichungen berücksichtigt werden. Die Strümpfe gibt es in verschiedenen modischen Farben und Materialien, von denen wir Probemuster für Sie bereithalten.

Über die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Materialien beraten wir Sie gern. Unsere geschulten Mitarbeiter geben Ihnen auch gern Tips zur Pflege und zum Anziehen der Stümpfe oder zur Verwendung von Anziehhilfen. Denn auch wenn die modernen Materialien nicht mehr viel mit den "Gummistrümpfen" von früher zu tun haben, so ist doch etwas Übung erforderlich, um die Strümpfe korrekt anzuziehen.

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