Homöopathie - die sanfte Medizin

Abb. Dr. med. Christian Friedrich Samuel Hahnemann

Der am 10. April 1755 in Meißen geborene Arzt, Chemiker und Pharmazeut Samuel Hahnemann war von seinen Erfahrungen als Mediziner enttäuscht, als er erkannte, dass er mit den herkömmlichen Heilmethoden seiner Zeit wenig ausrichten konnte. Immer wieder unternahm er Arzneimittelversuche an sich selbst und anderen und entdeckte, dass geringste Dosierungen oft stärkere Wirkungen hatten als hohe Arzneimittelgaben.

Als Geburtsstunde der Homöopathie wird Hahnemanns berühmter, heute jedoch nicht unumstrittener Selbstversuch mit Chinarinde betrachtet. Sie rief bei Hahnemann die Symptome des Wechselfiebers hervor, wirkt bei Kranken jedoch heilend. Die daraus entwickelte Ähnlichkeitsregel bildet die Grundlage der Homöopathie. Entsprechend wird ein homöopathisches Arzneimittel so ausgesucht, dass es am Gesunden Symptome der Erkrankung hervorruft, gegen die es in stärkerer Verdünnung eingesetzt wird. Hahnemann und seine Nachfolger haben dazu umfangreiche Tabellen (Repertorien) entwickelt, mit deren Hilfe sich Krankheitsbilder und Arzneimittelbilder einander zuordnen lassen.

"Similia similibus curentur."
(Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden.)

Dr. med. Christian Friedrich Samuel Hahnemann


Nach und nach entwickelte Hahnemann so die Homöopathie und stellte Sie in seinem Werk "Heilkunde der Erfahrung" dar. 1810 erschien schließlich sein Basiswerk, das "Organon der rationellen Heilkunde", das bis heute das bedeutsamste Werk der Homöopathie geblieben ist. Hahnemann galt nun auch offiziell als Begründer einer neuen Heilmethode und erhielt 1812 an der Leipziger Universität einen Lehrstuhl. In den folgenden Jahren arbeitet er weiter an seinen Werken "Reine Arzneimittellehre" und "Organon". Weitere Stationen seines Lebens waren Köthen, wo er als Herzoglicher Leibarzt ab 18121 tätig war, und Paris, wohin er mit seiner zweiten Frau zog. Dort starb er am 2. Juli 1843 an einer Lungenentzündung.

Wie wirkt Homöopathie?

Meist wird die Homöopathie als eine Art Reiztherapie angesehen. Der Körper wird dabei einem spezifischen Reiz, hier dem homöopathischen Arzneimittel, ausgesetzt und damit zu einer Reaktion angeregt, die die gesundheitliche Störung überwindet. Der Körper muss allerdings noch zu einer Reizbeantwortung fähig sein. Da es sich um sehr sanfte Reize handelt, sind  homöopatische Mittel besonders auch in der Kinderheilkunde, bei Schwangeren, Stillenden oder älteren Menschen geeignet. Sie können sowohl bei akuten, z.B. grippalen Infekten, oder auch chronischen Beschwerden, z.B. Heuschnupfen, angewendet werden.

Homöopathie-Beratung

In Ihrer Rats-Apotheke und in Ihrer Ginkgo-Apotheke in Markranstädt erhalten Sie fachkundige Beratung auch zu homöopathischen Arzneimitteln. Bei uns sind sie in guten Händen. Wir unterstützen Sie gern bei der Auswahl des richtigen Arzneimittels und weisen Sie ggf. auf die Grenzen der Selbstmedikation hin. Unsere Beratung kann nicht den Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker ersetzen. Was wir tun können, ist Ihnen alternative Lösungsvorschläge für Ihre Anliegen zu unterbreiten. Sie entscheiden dann selbst, welchen Weg Sie gehen wollen.